Pinguinklasse


DU mach(s)t sauber

 

Am 27. und 28. September waren alle Duisburger Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, unsere Stadt durch das Einsammeln von Müll im eigenen Umfeld sauber zu machen. Das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Passend zu unserem Deutsch-Thema, den „Olchis“, die auf einem Müllberg leben und am liebsten stinkende und faulige Dinge essen, meldeten wir uns gemeinsam mit zwei anderen Klassen an.

Bereits im Vorfeld lernten wir, unseren Müll zu trennen, wie die verschiedenen Arten von Müll weiter verarbeitet werden und sogar ein Lied über den Müll.

Am Donnerstag bekamen wir von den Organisatoren der Aktion eine große Kiste mit Handschuhen für die beteiligten Kinder und Lehrer und Müllbeuteln zur Verfügung gestellt.

Dann konnte es am Freitag nach der Pause auch schon losgehen. Unser Gebiet war der Spielplatz hinter unserer Schule. Nachdem alle Handschuhe an Kinder- und Lehrerhänden saßen, machten wir uns auf den Weg. Schon unterwegs sahen wir jede Menge Müll, den wir einsammeln konnten. Und auch auf dem Spielplatz und in einem Teil der Büsche ringsherum konnten wir in einer halben Stunde so viel Müll sammeln, dass drei Müllsäcke voll wurden. Immer wieder wurde lautstark nach Verstärkung gerufen, wenn wieder eine Stelle entdeckt wurde, an der ein Kind alleine so viel Müll gar nicht tragen konnte.

Anschließend sah der Spielplatz viel schöner aus. Wie lange das wohl anhält?

Gemeinsam schleppten wir die Müllsäcke zur Schule zurück, wo sie am Nachmittag von den Duisburger Wirtschaftsbetrieben abgeholt wurden.

Nach dieser anstrengenden Arbeit hatten sich erst einmal alle eine kleine Stärkung in einer zusätzlichen Pause verdient.


 

Wir Kinder sind Künstler

 

In der letzten Woche hatten wir einen aufregenden Schultag. Auf dem Tagesplan fanden wir unser Zeichen für „Besuch“ in unserer Klasse und eine Überraschung. Nachdem viele Kinder erst einmal rätselten, wer und was uns da erwartete, wurde das Rätsel gelöst:

Frau Rotter, die auch am Lehmbruckmuseum in der Stadtmitte arbeitet, kommt für zwei Schulstunden in unsere Klasse und bringt uns auch noch etwas Überraschendes mit!

Vollbepackt erschien Frau Rotter dann auch zur verabredeten Zeit und wir versammelten uns zuerst einmal im Stuhlkreis. Mit ganz vielen neuen Wörtern, Wortkarten, Holzbauteilen und einem neuen Blick auf unseren Alltag besprachen wir das Thema „Raum“. Wir lernten die Begriffe „Innen- und Außenraum“ kennen und überlegten gemeinsam, was sich dahinter verbirgt. Wir benannten die Bestandteile verschiedener Räume und dachten gemeinsam darüber nach, wie ein Raum sein kann.

Nach dieser doch ganz schön anstrengenden und wortreichen Runde durften alle dann selber mit ihren Händen tätig werde. Jeder bastelte und gestaltete seinen eigenen Wunschraum. Da wurde geschnitten, gemalt und geklebt, so dass die restliche Zeit viel zu schnell umging.

Weil noch einiges zu tun übrig blieb, nutzten wir den offenen Anfang am nächsten Tag, um unsere Kunstwerke fertig zu stellen. Die nähere Beschreibung des eigenen Wunschraumes schrieb jedes Kind auf einen Klebezettel und heftete diesen an. Nun kann man sich gruselige, schöne, bunte, rote, grüne, helle, geschützte und sogar „deutschlandfahnige“ Räume ansehen.

Ganz gespannt erwarteten wir am Montag den zweiten Besuch von Frau Rotter. Wieder machten wir uns erst im Stuhlkreis Gedanken:

…über die in der letzten Woche besprochenen Räume und deren Unterschiede voneinander,

…über neue Begriffe wie „Hohlraum“, „Zwischenraum“, „Körper“, „Hülle“,

…über raumgreifende, also in den Raum ragende Dinge, die wir aus unserem Alltag kennen (Bäume, Häuser, Straßenlaternen, Ampeln, Pflanzen),

…über unsere eigenen Möglichkeiten, möglichst viel Raum zu ergreifen.

Dann wurden wir wieder kreativ. Unsere Aufgabe war es, aus Zeitungspapier und Klebeband raumgreifende Skulpturen selbst zu arbeiten. Nach ein paar unsicheren und zaghaften Versuchen mit diesen Materialien hatten ganz viele Kinder ganz verschiedene tolle Ideen und setzten diese um. Nun schmücken diese Kunstwerke die Wäscheleinen in unserer Klasse. Und jedes sieht ganz einzigartig aus!

Nun warten wir gespannt darauf, was Frau Rotter uns bei unserem nächsten Treffen mitbringt und welche neuen Wörter und Sichtweisen auf unseren Alltag sie uns beibringt. Ganz sicher werden alle wieder über sich hinauswachsen!